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Dies und das - Berichte rund um die DDR aus der deutschen Presse...

DataIcon Am 9. November 2009 soll, nach Angaben des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit vom 18.03.2009, zum Gedenken an den Mauerfall vor 20 Jahren noch einmal die Mauer zum Einsturz gebracht werden. Dazu werden über 1.000 bemalte “Mauersegmente” aus Kunststoff auf einer etwa 2 Kilometer langen Strecke vom Reichstag über das Brandenburger Tor bis zum Potsdamer Platz aufgebaut und anschließend wie Dominosteine zum Fallen gebracht.
Hannoversche Allgemeine, 19.03.2009, S. 2

DataIcon Die Welt berichtet, daß im “Rückblick 41 Prozent der Ostdeutschen die ehemalige DDR nicht für einen Unrechtsstaat” halten. Insbesondere “Anhänger der Linkspartei” seien dieser Ansicht. Unter ihnen lehnen 58 Prozent den Begriff “Unrechtsstaat” ab. Die Ergebnisse ermittelte eine Umfrage der Zeitschrift “Super Illu”. Von allen 1035 Befragten wiederum halten “nur 28 Prozent der Ostdeutschen das Wort “Unrechtsstaat” für treffend, weitere 25 Prozent finden es teilweise richtig.” Zudem sind 46 Prozent der Befragten dagegen, daß die Verharmlosung des DDR-Unrechts und die Leugnung des Schießbefehls bestraft werden soll, immerhin 42 Prozent sind für eine Bestrafung.
Die Welt, 17.03.2009, S. 1

DataIcon Am 15.03.2009 läuft im ARD-Fernsehen um 23 Uhr die Sendung “Titel, Thesen, Temperamente”. In dieser Sendung berichtet Hans Otto Bräutigam, ehemaliger Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der DDR, über seine Tätigkeit in Ost-Berlin. Das Gespräch wurde im Gebäude der ehemaligen Ständigen Vertretung in der Hannoverschen Straße in Berlin gedreht - heute Sitz des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Der Beitrag wird durch historische Filmaufnahmen ergänzt. Anlaß für den Beitrag ist die Veröffentlichung des Buches “Ständige Vertretung. Meine Jahre in Ost-Berlin” von Hans Otto Bräutigam. Auf der Website der ARD ist - auch nach Ausstrahlung der Sendung - eine Zusammenfassung des Beitrages abrufbar.

DataIconNach Mitteilung der Freien Presse vom 19.03.2009 sind mehr als 17.000 Bürger aus Sachsen zu DDR-Zeiten von der Justiz “zu Unrecht verurteilt” worden. In den Jahren 1993 bis 2008 sind 37.000 Fälle neu aufgerollt worden, um rechtsstaatswidrige Urteile zu beseitigen, teilte Justizstaatssekretärin Gabriele Hauser zur Eröffnung einer Ausstellung zu diesem Thema mit. Demnach sind 50 Prozent der Urteile aufgehoben worden. In 10 Prozent der Fälle wurde das Strafmaß verringert.
Freie Presse, 10.03.2009, S. 1

DataIcon Laut Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung sucht der ehemalige US-Soldat Harold E. Schwartz nach DDR-Flüchtlingen, denen er 1964 half, die DDR zu verlassen. Er half damals sieben Studenten der Humboldt -Universität Berlin bei der Flucht. Fünf Fluchtversuche - mit Hilfe von 4 anderen Soldaten und der deutschen Fluchthelferin “Magdalene” - glückten. Nachdem Schwartz von einem Flüchtling verraten wurde, wurde er von einem US-Militärgericht verurteilt und aus West-Berlin im Dezember 1964 ausgewiesen.
Märkische Allgemeine Zeitung, 12.03.2009, S. 5

DataIcon Nach Meldungen der Westdeutschen Allgemeinen (WAZ) vom 03.06.2008 fordert die CDU eine stärkere Berücksichtigung der DDR im Unterricht an Schulen in NRW. Gemäß einer Studie der Freien Universität Berlin seien vielen Schülern die Verfolgung Andersdenkender wie auch die Lage der innerdeutschen Mauer nicht bekannt. NRW-CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst forderte zudem, daß die Lehrer häufiger Gedenkstätten wie beispielsweise in Berlin-Hohenschönhausen besuchten, um auf die Verbrechen der ehemaligen Staatssicherheit (“Stasi”) aufmerksam zu machen.

DataIcon Bundespräsident Horst Köhler lud zusammen mit DDR-Bürgerrechtlern am 10.06.2008 26 Schüler zur Diskussion über Demokratie und Freiheit, insbesondere zum Dialog über die DDR-Diktatur ins Schloß Bellevue ein . Er warnte zudem vor einer Verklärung der DDR. Zwei Sozialkundelehrerinnen, die die Schüler auf das Treffen vorbereitet hatten, wiesen während des zweistündigen Gesprächs darauf hin, daß gerade in ostdeutschen Familien kaum über die Unterdrückung in der DDR gesprochen werde.
Näheres hierzu in der Tagespresse vom 11.06.2008, u.a. in folgenden Zeitungen:
Die Welt, S. 2
Berliner Zeitung, S. 5
Leipziger Volkszeitung, S. 1f.
Kölner Stadt-Anzeiger, S. 5