Banner blau

 

 

[STARTSEITE] [POLITIK] [Staatsgründung] [Nationalhymne]
STARTSEITE
Impressum
Intention
Kontakt
Hilfe
POLITIK
WIRTSCHAFT
KULTUR
GESELLSCHAFT
GEOGRAPHISCHES
CHRONIK
PERSONEN
ZEITZEUGEN
UMFRAGEN
MEDIEN-TIPPS
VERANSTALTUNGEN

             Die Nationalhymne1

             Text: Johannes Robert Becher
              Weise: Hanns Eisler

      1. Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt,
        laß uns Dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland.
        Alte Not gilt es zu zwingen, und wir zwingen sie vereint,
        denn es wird uns doch gelingen, daß die Sonne schön wie nie
        über Deutschland scheint, über Deutschland scheint.

      2. Glück und Friede sei beschieden Deutschland, unserm Vaterland.
        Alle Welt sehnt sich nach Frieden, reicht den Völkern eure Hand.
        Wenn wir brüderlich uns einen, schlagen wir des Volkes Feind.
        Laßt das Licht des Friedens scheinen, daß nie eine Mutter mehr
        ihren Sohn beweint, ihren Sohn beweint.

       

      3. Laßt uns pflügen, laßt uns bauen, lernt und schafft wie nie zuvor,
        und der eignen Kraft vertrauend, steigt ein frei Geschlecht empor.
        Deutsche Jugend, bestes Streben unsres Volkes in dir vereint
        wirst Du Deutschlands neues Leben, und die Sonne schön wie nie
        über Deutschland scheint, über Deutschland scheint.

                 

Der Text der Nationalhymne sprach von “Deutschland, einig Vaterland”. Deshalb wurde die Hymne - in Radio DDR und Berliner Rundfunk zum Programmschluß, bei Staatsbesuchen und anderen feierlichen Anlässen - seit dem 1.8.1971 ohne Gesang gespielt. Lediglich die Worte der 1. Strophe “Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt” waren jedem Bürger bekannt und wurden als Slogan bei Demonstrationen und anderen Veranstaltungen verwendet.

     

TEXTER UND KOMPONIST

      Johannes Robert Becher in: Meyers Neues Lexikon, 2., völlig neu erarbeitete Auflage in 18 Bänden, Bd. 2, Leipzig 1972, S. 138, sv. ''Becher, Johannes R.''.

       

Johannes Robert Becher wurde geboren am 22.5.1891 in München und starb am 11.10.1958 in Berlin. Im Jahr 1919 trat er der Kommunistischen Partei Deutschlands KPD bei und wurde überzeugter Marxist. Becher war Schriftsteller und übernahm 1954 das Amt des ersten Kulturministers der DDR. 1949 verfaßte er den Text.2

         

Hanns Eisler in: Meyers Neues Lexikon, 2., völlig neu erarbeitete Auflage in 18 Bänden, Bd. 4, Leipzig 1972, S. 172, sv. ''Eisler, Hanns''.

Hanns Eisler wurde am 6.7.1898 in Leipzig geboren und starb am 6.9.1962 in Berlin. Eisler war Komponist und arbeitete mit Künstlern wie Erich Weinert, Bertolt Brecht und Ernst Busch zusammen. Sein Werk umfaßt u.a. über 600 Lieder, darunter die Nationalhymne der DDR.3

Fußnoten:

1Leben - Singen - Kämpfen, Liederbuch der FDJ, hg. v. Zentralrat der Freien Deutschen Jugend, bearbeitet vom Lehrerkollektiv der Jugendhochschule am Bogensee: Eberhardt Schmidt und Bert Augustin Dahmen, Verlag Neues Leben Berlin, Berlin 1949, o. S., sv. “Nationalhymne”.
2Meyers Neues Lexikon, 2., völlig neu erarbeitete Auflage in 18 Bänden, Bd. 2, Leipzig 1972, S. 138, sv. “Becher, Johannes R.”.
3Meyers Neues Lexikon, 2., völlig neu erarbeitete Auflage in 18 Bänden, Bd. 4, Leipzig 1972, S. 172, sv. “Eisler, Hanns”.